Heft 09 · Wachau

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Leopoldstadt · 1020 ZEHN

Heft 09 · Fluss

Die Donau in Gehweite.

Zwischen Krems und Melk liegt ein Stück Fluss, das man nicht vom Deck aus verstehen muss. Der Weltkulturerbe-Satz steht auf jedem Schild. Lassen Sie ihn stehen. Gehen Sie den Treppelweg, bis die Beine die Steigung der Weingärten begreifen.

Von Wien ist es ein Zug, kein Abenteuer. Deshalb scheitern viele an der Eile: Dürnstein, Stift, Foto, zurück. Die Skizze braucht eine Richtung und ein Glas am Ende, nicht drei Stifte.

Historische steinerne Fassaden an der Donau in der Wachau
Abb. 12 · Stein vor dem Fluss
  1. Eins

    Krems als Anfang, nicht als Ziel

    Die Steiner Altstadt hält den Vormittag. Danach die Bahn ein, zwei Stationen, aussteigen, wo weniger Schilder stehen. Krems verdient keinen ganzen Urlaub, aber einen ehrlichen Start.

  2. Zwei

    Dürnstein umgehen, oder ganz früh

    Die blaue Kirche kennt das Internet. Der Weg darüber kennt weniger Leute, wenn Sie vor neun gehen. Mittags ist es ein Durchgang. Niemand muss sich dafür schämen, es auszulassen.

  3. Drei

    Spitz, ein Glas, der Zug zurück

    Ein Heuriger, der noch ausschenkt, wenn der letzte Ausflugsdampfer weg ist. Marille nur in der Saison, und auch dann nicht in jedem Strudel. Der Zug nach Wien am Abend ist Teil des Weges.

Wein ohne Verkostungstheater

Ein Viertel vom Haus schlägt die Flight mit fünf Gläsern, wenn Sie noch gehen müssen. Fragen Sie, was offen ist, nicht nach Punkten. Im November steht Nebel über dem Fluss — das ist die bessere Postkarte, und sie lässt sich nicht kaufen.

Fragen, die uns erreichen

Ein Tag von Wien reicht?

Für den Treppelweg in eine Richtung ja. Für Stift plus Dürnstein plus Wein plus Foto nein. Kürzen Sie die Liste, nicht die Beine.

Schiff oder Bahn?

Bahn zum Einstieg, zu Fuß der Fluss, Bahn zurück. Das Schiff ist langsam und voll. Schön, wenn Sie nicht gehen können.