Heft 06 · Kärnten

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Leopoldstadt · 1020 ZEHN

Heft 06 · Wasser

Der See ist die Stadt.

Kärnten wird im Juli laut. Im Mai und im Oktober fällt das Wasser in sich zurück. Dann lohnt sich die Anreise: ein Uferweg ohne Liegewiese, ein Bahnhof, an dem niemand mit Koffern wartet. Der See ersetzt hier, was anderswo der Grat leistet — Weite, Kälte, eine klare Kante am Abend.

Weiter See in Kärnten unter bewölktem Himmel Ort am Seeufer in den Alpen
Abb. 08–09 · Zwei Ufer, derselbe Tag

Wörthersee zuletzt

Beginnen Sie am Millstätter See oder am Weißensee, wenn Sie Schwimmen und Gehen in einem Zug wollen. Der Wörthersee bleibt das Plakat. Villach ist die bessere Basis als die Seepromenade: Züge, ein Fluss, eine Küche, die nicht nur Gäste bedient.

Klagenfurt umgehen Sie nicht. Sie kürzen es: ein Vormittag im Inneren, dann hinaus. Die Stadt hält mehr Alltag als die Uferstraßen. Wer nur die Promenade sieht, hat Kärnten als Bühne genommen.

Nach 18 Uhr kühlt das Wasser schneller als die Luft. Ein Handtuch reicht. Die Stege gehören dann den Anwohnern — treten Sie seitlich. Lautsprecher lassen Sie in der Unterkunft.

Fragen, die uns erreichen

Welcher See zuerst?

Millstatt oder Weißensee, wenn Sie gehen und schwimmen wollen. Der Wörthersee wartet. Er ist geübt im Warten.

Mit Kindern im Juli?

Früh am Ufer, Mittag im Schatten, nicht die vollste Liegewiese. Unter der Woche ist alles um eine Stufe leiser.